Vorankündigung:

Müllheizkraftwerk startet mit Funktionstests – Pfeiftöne durch Dampfblasen

Wiesbaden. Am Montag, 18. Mai 2026 beginnt die MHKW Wiesbaden GmbH mit den ersten Funktionstests der Müllverbrennungsanlage Am Pappelwäldchen 2 in Wiesbaden. Um einen störungsfreien und sicheren Betrieb des umweltfreundlichen Kraftwerkes zu garantieren, sind zuerst einige Überprüfungen der Anlage nötig. Dafür werden sämtliche Rohrleitungen der Anlage ein- bis zweimal täglich mit heißem Dampf gereinigt, dem so genannten Dampfblasen. Das Geräusch des Dampfblasens, ein Pfeifton wie von einer Dampflok, wird trotz eines Schalldämpfers auch außerhalb des Geländes zu hören sein.

Die Testreihe startet am 19. Mai 2026 und endet voraussichtlich am 22. Mai 2026. Die Vorgänge finden voraussichtlich bis zu zweimal täglich statt. Geplant ist das Dampfblasen tagsüber über eine Zeitdauer von jeweils ca. 20 Minuten.

Beim Dampfblasen wird Wasserdampf durch die kalten Rohrleitungen des Kraftwerkes geleitet. Dadurch entstehen bei jedem Ausblasen ein Pfeifton sowie eine unbedenkliche Wolke aus reinem Wasserdampf. Die Tests sind notwendig, um eine gleichbleibende Qualität des Dampfes zu sichern und so eventuell vorhandene Metall- und Rostpartikel aus dem Leitungssystem zu entfernen. Damit wird die geforderte Dampfqualität erreicht, die notwendig ist, um Frischdampf auf die Turbine leiten zu können. Dieser Vorgang ist zwingend erforderlich, um eine reibungslose Dauerfunktion der Turbine zu gewährleisten und gehört zu den notwendigen Arbeiten im Müllheizkraftwerk zur Aufnahme eines regulären Betriebs.

Das Regierungspräsidium Darmstadt, die Feuerwehr, die Polizei sowie die Stadtverwaltung Wiesbaden sind über die Funktionstests informiert.




MÜLLHEIZKRAFTWERK WIESBADEN

  • Effizient entsorgen.

  • Energie gewinnen.

  • CO2 einsparen.

Das neue Müllheizkraftwerk Wiesbaden (MHKW) bringt zukunftssichere Entsorgungskapazitäten. Das gilt für die Siedlungsabfälle der Einwohner der Landeshauptstadt Wiesbaden und auch für die zu entsorgenden Gewerbeabfälle aus der Region. 

Durch die zusätzliche Einspeisung von Wärme aus dem MHKW in das Wiesbadener Fernwärmenetz können die bislang im Stadtgebiet noch betriebenen Wärmekraftwerke mit fossilen Energieträgern abgeschaltet werden. Das heißt, im Wiesbadener Stadtgebiet werden dann keine zusätzlichen fossilen Brennstoffe mehr für die Fernwärme verfeuert.

Mit der MHKW wird ein Anlagenkonzept realisiert, das dem Stand der Technik im Sinne des maßgebenden Bundes-Immissionsschutzgesetzes und den europäischen Referenzdokumenten entspricht. Dies gilt ins besondere auch für die Verfahrenstechnik der Rauchgasreinigung. Alle gesetzlichen Grenzwerte werden deutlich unterschritten.

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